Schulorganisation und Schulentwicklung

Schul-und Lerngruppengröße

Der Start der Naturschule am Brosepark ist mit 30 Kindern der 1.-3. Klassenstufe, aufgeteilt in zwei Lerngruppen, geplant. Pro Schuljahr kommen 15 Kinder der 1. Klassenstufe bzw. ggf. ältere Kinder der Stufen zwei und drei dazu, bis die Schule auf eine Größe von 90 Kindern in den Klassenstufen 1-6 angewachsen ist. Ziel ist es, drei Lerngruppen der Klassenstufen 1-3 und drei Lerngruppen der Klassenstufen 4-6 aufzubauen.

In den Anfangsjahren bis zur vollständigen Belegung wird die Aufteilung der Lerngruppen den Verhältnissen der Kinderanzahl angepasst. So werden die Kinder im Verlauf der Jahre aufgeteilt und es werden zwischendurch Gruppen mit Klassenstufen 1-2, 3-4 und 5-6 miteinander lernen. Die geringe Schulgröße ermöglicht, dass die Kinder sich alle untereinander kennen und sie von einer Aufteilung keine Nachteile haben.

Eine Lerngruppe wird von je einem Lehrer, einem Erzieher und einem Freiwilligen des Ökologischen / Sozialen Jahres betreut. Für Werkstatt- und Projektarbeit sowie für die Waldtage werden Fachleute, Eltern und Honorarkräfte eingebunden.

Trägerverein

Freier Schulträger ist der Verein „Freie Waldschule e.V.“, welcher seit 2007 auch die Freie Naturschule im StadtGut in Blankenfelde erfolgreich betreibt.

Förderverein

Der Förderverein übernimmt administrative Aufgaben wie die Organisation des Hortbetriebes sowie Aufbau- und Weiterentwicklungsaufgaben.  Er trägt den Namen owáyawa; das bedeutet auf Lakota „Schule“.

Schulgeld

Um die qualitative Umsetzung der Schulpädagogik zu gewährleisten, wird für den Schulplatz eine monatliche Zuzahlung erhoben. Damit Kindern unabhängig von ihren Lebensverhältnissen die Schule offen steht, unterliegt diese einer sozialen Staffelung. Dazu kommen Kosten für Hortplatz und Essensbeitrag.

Aufnahmeverfahren von Kindern

Für die Aufnahme eines Kindes ist die Teilnahme und Interessenbekundung an den Infoveranstaltungen und am Tag der offenen Tür verpflichtend. Nach einem persönlichen Gespräch gibt es Kennlerntage für die Kinder. Die abschließende Auswahl der Familien wird nach Möglichkeit unter der Berücksichtigung von verschiedenen Kriterien getroffen, dazu gehören z.B. Alter der Kinder, Mädchen-Jungen-Verhältnis und Schulreife.

Schulreife

In unserer Grundschule sind die Kinder in hohem Maße Gestalter ihrer Lern- und Entwicklungsprozesse. Das bedeutet einen hohen Anspruch an die Selbstorganisationsfähigkeit, die sozialen und die emotionalen Kompetenzen eines Kindes. Eine permanente Überforderung geht nicht nur zu Lasten des einzelnen Kindes, sondern kann Auswirkungen auf das gesamte Gruppengeschehen haben. Um die Kinder in ihren Entwicklungsprozessen angemessen unterstützen zu können, ist es für uns selbstverständlich, dass wir nur eindeutig schulreife Kinder in die Schule aufnehmen.

Qualitätssicherung

Für eine Reformschule mit hohen Ansprüchen an alle Beteiligten auf vielen Ebenen braucht es kompetente und motivierte LernbegleiterInnen, ein in großem Maße sich selbst organisierendes Team, welches seine Motivation aus sich selber heraus, aus der Arbeit mit den Kindern, aus der Schulgemeinschaft, zu wesentlichen Teilen aus der Natur und einem stabilen Unterstützungsnetzwerk erhält. Um die Basis hierfür zu schaffen, ist mit dem Zentrum für Verbindungskultur Circlewise ein mehrjähriges Weiterbildungsprogramm in der Entwicklung, welches sich an der besonderen Ausrichtung der Schule und der Zusammenarbeit mit dem Waldkindergarten Robin Hood orientiert. Es bietet vielfältige Möglichkeiten der individuellen Persönlichkeitsentwicklung, der Vertiefung von Fachkompetenz und

Mentorkompetenz, es wird großen Wert auf verbindende, die Persönlichkeit und innere Haltungen stärkende Elemente gelegt. Wie bei den Kindern gehen wir von der jedem Menschen innewohnenden Kraft aus, welche in einer gefestigten Persönlichkeitsstruktur, in einem guten, wertschätzenden Rahmen mit der Erhöhung aller Kompetenzbereiche vielfältiges Potential ermöglicht. Somit können die LernbegleiterInnen den Kindern wirkliche Lebensvorbilder sein, die Orientierung in vielen Bereichen geben können.

Zusammenarbeit mit dem Waldkindergarten Robin Hood

Die Philosophie der Naturschule am Brosepark basiert auf den gleichen Werthaltungen und der gelebten Praxis des Englisch-deutschen Waldkindergartens Robin Hood und ist als weiterführendes Projekt dieser pädagogischen Ausrichtung geplant. Mit dem Robin Hood ist eine enge Aufbau- und weitere Zusammenarbeit vorgesehen. Er stellt nach Möglichkeit der Naturschule am Brosepark in Absprache besonders in der Gründungszeit Sachmittel zur Verfügung und unterstützt den Aufbau der Schule nach Kräften. Durch die inhaltliche und räumliche Nähe (5 min. Fußweg) bieten sich gemeinsame Aktionen und Projekte sowie gemeinsame Ressourcennutzung an. Es sind regelmäßiger Erfahrungsaustausch, Spiegelung des eigenen pädagogischen Handelns, gemeinsame Teamfortbildungen sowie konzeptionelle und inhaltliche Weiterentwicklungen geplant. So wird ein gegenseitiges Unterstützen, Vernetzen und Zusammenwachsen ermöglicht. Für die Kinder vom Robin Hood wie auch für die Kinder der Schule entsteht durch die Zusammenarbeit eine größere Vertrautheit und engere emotionale Bindung. Eine nachhaltigere Stabilisierung durch Synergieeffekte kommt beiden Einrichtungen zugute.

Längerfristig ist eine konzeptionelle Zusammenarbeit mit dem Waldkindergarten Die Waldläufer und der Naturschule im StadtGut angedacht, ebenso im Rahmen der Vernetzung im Viertel Kontakte zu anderen Einrichtungen ähnlicher Ausrichtung.